Nachrichten aus der Pilgerwelt 

Eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer deutscher Jakobus-Vereinigungenhat eine Broschüre "Jakobus-Vereinigungen in Deutschland" herausgegeben, die jeweils auf einer Doppelseite die beteiligten Gesellschaften in Wort und Bild vorstellt.

Außerdem enthält das rund 60 DIN-A4-Seiten starke Heft die Adressen vieler europäischer Jakobus-Vereinigungen, eine Landkarte der deutschen Jakobswege und weitere Beiträge. Das Heft  kann  bei den Jakobus-Vereinigungen gegen einen Unkostenbeitrag von 3 erworben werden.


!953 hat das Pilgerbüro begonnen ein Pilgerregister zu führen, das aber verloren ging. 1970 wurde ein neues Register begonnen. Daraus unten einige Zahlen. 1985 wurde Santiago ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen, 1987 vom Europarat die Jakobswege als "Erste Europäische Kulturstraße" deklariert. Die Pilgerzahlen stiegen von da an unaufhörlich an, wie die Tabelle zeigt.  

 

Die Pilgerzahlen,d.h. die Zahl der Pilger zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Pferd oder auch mit dem Rollstuhl, die im Pilgerbüro nahe bei der Kathedrale in der rua de Vilar, früher in der Kathedrale selbst, die Compostela -die Urkunde für glaubhaft nachgewiesene 100 km zu Fuß oder 200 km mit Fahrrad oder Pferd - erhalten haben, steigt seit Anfang der 1980erJahre unaufhörlich an: 

1970:                 68

1971: Hl.Jahr 471

1972:                67

1973:                37

1974:              108

1975:                74

1976:              243

1977:                31

1978:                13

1979:              231

1980:              209

1981:              299

1982:           1.868

1983:              146

1984:              423

1985:              690

1986:           1.801

1987:           2.905

1988:           3.501

1989:           5.760

1990:           4.918

1991:           7.274

1992:           9.764 

1993: Hl.Jahr 99.436

1994:         15.863

1995:         19.821

1996: ab diesem Jahr bringt die 2. Zahl die Pilger, die durch St.Jean-Pied-de-Portkamen, die 3. Zahl die Passage der Pilger auf der via podiensis (leider nicht immer zu erhalten) 1996:         23.218 / St.Jean-P-d-P 1.264 / v.p. 541

1997:         25.179 / 1.977 / 726

1998:         30.126 / 3.154 / 1.227 

1999: Hl. Jahr 154.613 / 7.359 / 1.668 

2000:        55.004 / 10.425 / 3.035

2001:        61.418 / 13.638 / 3.353

2002:        68.952 / 6.974 / 1.695

2003:        74.614 / ca. 18.000 / ca. 5.000

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Ab hier beginnt eine neue übersichtliche Internet-Präsenz des Pilgerbüros. Sie finden jetzt

Jahr          Gesamtzahl /Nichtspanier      / Deutschland / Position der Deutschen bei den Nicht-Spaniern 

2004: Hl. J. 179.944 /     42.781 (23,77%)   /   6.816 /  2.  

2005              93.925   /   40.997 (43,65%)  /   7.155 /  2.                                                      

2006            100.377 /     48.129 (47,95%) /    8.097 /  2.                                                                   

2007            114.026 /     58.700 (51,48%) /  13.837 /  1. 

2008            125.143 /     64.031 (51,17%) /  15.746 /  1. 

2009            145.877 /     66.871 (45,84%) /  14.789 /  1. 

2010: Hl. J. 270.818 /     83.968  (31,01%) /  14.526 /  1.

2011             183.366/      85.544  (46,66%)/   16.596/  1.

 

Die Zahl der deutschen Pilger ist unerwartet deutlich wieder angestiegen. Bei den anderen Nationen ist Portugal vor Frankreich gerückt und Brasilien zurückgefallen.

Italien: 12.183,  Portugal 8.649, Frankreich 8.166 USA 3.726, Irland 2.677, Niederlande 2.398, Großbritannien 2.389, Kanada 2.362. Weitere 116 Nationen sind vertreten.

 

Wege: Camino Franbcés 69,53%, Camino Portugués 12,55%, Camino del Norte 6,60%, Via de la Plata 5,22%, Camino Primitivo 2,82%, Camino Inglés 2,37%. Die Anteile der begangenen Wege ist fast gleich geblieben, nur der Camino Inglés hat glatte 2% zugelegt.

 

Ausgangsorte: Sarria 21,36%, Cebreiro 5,55%, Tui 4,21%, St.Jean-P-d-P /Roncesvalles 15,69%,  ...  Ein Viertel der Pilger nützt die 100-km-Marke.

 

Wichtig ist das "Credencial", der Pilgerausweis, vor allem für die Übernachtung in den spanischen refugios, aber auch zum Nachweis im Pilgerbüro von Santiago über die zurückgelegte Strecke. Fußpilger erhalten bei mindestens 100 km, Radpilger bei 200 km die "Compostela".

 

Seit dem 5. Juli 2011 wird  der Codex Calixtinus - eines der wichtigsten Dokumente Spaniens - vermißt. Die Sammlung von Handschriften aus dem 12. Jh. enthält auch den Pilgerführer des Aymeric Picaud. Der Codex lagerte im Tresor des Archivs der Kathedrale und gilt als verschwunden. Ein unschätzbarer Verlust. Der Dekan der Kathedrale ist in der Folge als Verantwortlicher am 22. Oktober von seinem Amt zurückgetreten. Bis heute ist der Codex nicht wieder aufgetaucht.

845 Exemplare eines Faksimiles des Codex kamen vor einigen Jahren auf den Markt und sind noch erhältlich. 

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